TwoPoints.Net | ADI Awards
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Der spanische Verband der Industrie-Designer ADI und die renommierten Delta Awards wurden im Jahr 1960 gegründet. Das erste Symbol entwarf André Ricard, Gründungsmitglied und ehemaliger Präsident des ADI, Designer der olympischen Fackel der Sommerspiele 1992 und Gewinner des spanischen Nationalpreises für Design (1987).

 

Kunde: ADI-FAD
Jahr: 2016
Fotos von der Veranstaltung: © Carolina Sainz
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Das Delta-Symbol spielte eine wichtige Rolle bei der visuellen Kommunikation des Preises und der Institution selbst. Bis heute hat sich das Symbol wenig geändert. Anstatt es neu zu gestalten, wurde eine zusätzliche, temporäre visuelle Identität für jede neue Ausgabe der Delta Awards entwickelt. Das alte Symbol koexistierte mit der neuen Interpretation des Delta-Symbols. Im Jahr 1976 kam ein zweiter Preis hinzu, die ADI Medal für Studenten. Zunächst war das Symbol für den ADI Medal eine transparente Scheibe. Später erhielt die Scheibe ein Metallgehäuse. Im Jahr 2007 wurde die Scheibe in einen Kreis verwandelt und im Jahr 2012 zu einem Sechseck. Im Jahr 2015 wurde ein dritter Preis geschaffen, der ADI Culture. Die neue Auszeichnung würdigt Kulturprojekte, die nicht auf die industrielle Herstellung von Gegenständen begrenzt sind. ADI Culture hatte bislang noch kein Symbol.

 

TwoPoints wurde von der ehemaligen ADI Präsidentin Viviana Narotzky nicht nur beauftragt ein neues Symbol für den neuen Preis zu entwickeln, sondern auch eine formal kohärente, visuelle Identität für alle drei Auszeichnungen zu schaffen. Sie sollte zugleich so flexibel sein, dass die ständige Neugestaltung der Symbole überflüssig werden würde.

Generation

Wenn das Symbol für das Delta Zeichen auf einem Dreieck beruht und die Medaille auf einem Sechseck, musste die neue Auszeichnung auf einem Zwölfeck basieren. Formal sowie konzeptionell machte dies Sinn. Einerseits sind Dreieck, Sechseck und Zwölfeck einfach voneinander zu unterscheiden, andererseits entspricht die Reihenfolge auch der Reihenfolge der Gründung der Design-Preise.

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Aber eine flexible visuelle Identität ist mehr als nur ein statisches Symbol. TwoPoints kam auf die Idee, die Symbole zu benutzen, um eine modulare Schrift, basierend auf der Futura, zu gestalten. Wenn man sich die ersten Druckerzeugnisse des ADI genau anschaut, erkennt man, dass die am häufigsten verwandte Schrift die Futura war. Futura wurde von dem Deutschen Paul Renner geschaffen, aber von der Familie Hartmann und ihren Schriftgießereien Bauersche Giesserei (Frankfurt am Main, Deutschland, 1837-1972) und Fundición Tipografica Neufville (Barcelona, ​​Spanien, 1885-1995) produziert und vertrieben. Die Futura war ein weltweiter Erfolg und auch in Spanien weit verbreitet. Beide Schriftgießereien fusionierten in die Bauer Types Barcelona und werden heute von Wolfgang Hartmann und seiner Tochter Vivian Hartmann geführt.

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Damit jede neue Ausgabe des Design-Preises sich stark von den anderen Ausgaben unterscheidet, wurden die rechteckigen Stämme der Schrift immer neu eingefärbt.

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Als wir uns dazu entschieden, an einer neuen visuellen Identität der ADI Awards zu arbeiten, war uns bewusst, dass wir eine schwierige Aufgabe vor uns hatten. Wir haben eine komplexe Struktur, die zugleich entwirrt und sichtbar gemacht werden musste. Es war eine ziemliche Herausforderung: Drei verschiedene Preise, die ihre eigenen unverwechselbaren Geschichten und Eigenschaften haben und in eine Institution eingebettet sind, die wiederum Teil eines größeren Ganzen ist. Außerdem wollten wir eine Identität, die sich über die Jahre verändern kann, ohne jedes Mal neu erfunden werden zu müssen, wie das bisher der Fall war.

 

Der ADI und seine Preise brauchten eine unverwechselbare visuelle Sprache, aber auch ein flexibles visuelles System. Schon sehr früh war uns klar, dass TwoPoints die Richtigen für dieses Projekt waren. Ihre Arbeitsweise, das flexible, aber systematische Denken und die Fähigkeit eine starke, unverwechselbare visuelle Identität zu schaffen, waren die Lösung unserer Probleme. Wir sind mit dem Ergebnis überaus glücklich. Noch nie hatten wir so viele Einreichungen wie in diesem Jahr.

 

Viviana Narotzky, ehemalige Präsidentin des ADI-FAD